Jugendpreis 2026 für das europäische Netzwerk socioMovens
Der Jugendpreis des Westfälischen Friedenspreises geht 2026 an die Organisation „socioMovens – Giving Europe a Soul“. Das internationale Jugendnetzwerk mit Wurzeln in Mittel- und Osteuropa engagiert sich seit vielen Jahren für soziale Verantwortung, europäische Verständigung und die Förderung einer werteorientierten Jugendkultur. Mit internationalen Jugendcamps und sozialen Projektwochen vermittelt socioMovens jungen Menschen den Gedanken eines solidarischen und friedlichen Europas und knüpft damit in besonderer Weise an die Idee des Westfälischen Friedens an.
„Die Organisation socioMovens verleiht Europa eine Seele“, sagt der WWL-Vorsitzende Dr. Reinhard Zinkann mit Verweis auf ein Wort des früheren EU-Kommissionspräsidenten Jacques Delors, das zugleich zum Leitmotiv der Arbeit des Netzwerks geworden ist. Seit 2013 bringt socioMovens junge Menschen aus unterschiedlichen europäischen Ländern zusammen, um durch gemeinsames Engagement Verantwortung für eine menschenwürdige Gesellschaft zu übernehmen und Zukunft aktiv mitzugestalten.
Im Mittelpunkt stehen soziale und ökologische Projektwochen, die gemeinsam mit örtlichen kirchlichen Einrichtungen und zahlreichen Freiwilligen umgesetzt werden. Die Projekte entstehen in Kooperation mit der Stiftung socioMovens sowie der Kommende Dortmund, dem Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn. Unterstützt wird die Arbeit zudem durch den internationalen Partnerverein socioMovens e.V.
Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben in den Projektwochen den Wert von Gemeinschaft, Solidarität und gegenseitigem Respekt. Durch erlebnispädagogisches und informelles Lernen setzen sie sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen auseinander und erfahren, dass persönliches Engagement einen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit, Frieden und Zusammenhalt leisten kann. Über die einzelnen Projekte hinaus bleiben die Jugendlichen in lokalen Initiativen und im europäischen Netzwerk von socioMovens miteinander verbunden.
Die Laudatio auf die Jugendpreisträger des Friedenspreises 2026 hält Kardinal Michael Czerny, Migrationsbeauftragter des Heiligen Stuhls. Er zählt zu den profiliertesten humanitären Stimmen der katholischen Weltkirche und setzt sich seit vielen Jahren für Solidarität, Menschenwürde und internationale Verantwortung ein.